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 | Ich bin Christ |
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Ich bin Christ. Ich weiß zwar mein Wiedergeburtsdatum nicht – wie es so schön heißt bei den anderen -, aber ich bin christlich erzogen worden und auch so aufgewachsen. Immer wieder gab es Höhen und Tiefen . Zeiten, in denen ich Gott sehr nah und dann wieder weit davon entfernt war. Zu den Zeiten der Höhen rechne ich meinen Tunesienurlaub im letzten Sommer. Dort hörte ich auch von einem Waisenhaus in Mosambik welches von Heidi und Rolland Baker geleitet wird. Also hatte ich einen guten Vorsatz und meldete mich bei Rainer Frohms an um in meinem nächsten Urlaub mit nach Mosambik zu fliegen. Ich machte auch gleich deutlich dass ich nicht die geborene Missionarin wäre ...Ich glaube zwar an Gott, bin Christ, gehe so oft ich kann zum Gottesdienst aber das „Ewige Leben“? Dies ist ein Thema, von dem ich noch nicht wirklich überzeugt war sondern es nur hoffte! ...und das Thema machte mir Angst...
Der Einsatz in Mosambik hat vieles verändert. Wir haben etwas bewegt. Immer deutlicher wird mir, was wir dort unten alles getan haben: Kinder getröstet, in den Arm genommen, Liebe ausgestrahlt und weitergegeben, für Kranke, Pastoren und die Ärmsten der Armen gebetet... Mich hat diese intensive Zeit mit Gott an einem solch besonderen Ort so berührt, dass ich in den letzten zwei Tagen immer wieder den Wunsch verspürte mein Leben noch mal ganz bewusst Jesus zu geben. Ich dachte daran mit Rainer und Elisabeth ein richtiges Übergabegebet zu sprechen oder ähnliches. Aber es kam immer etwas dazwischen bzw. fehlte mir dann doch der Mut. Die Heimreise lief dann noch sehr interessant ab: Gott zeigte uns lauter kleine Wunder: den verpassten Doppeldeckerbus den wir versuchten mit einem Minibüschen, vollgestopft bis unters Dach, einzuholen- mit Erfolg!, die nächtliche „Taxifahrt“: mit allem Gepäck auf der Ladefläche eines Pick-ups mitten durch die Stadt Nelspruit... u.s.w. Ab Südafrika ging für mich die Reise dann alleine weiter- da ich einen Tag früher nach Hause musste. Es lief alles sehr gut: Erst nach Johannesburg, Flughafen, dort 11 Stunden Aufenthalt, dann der Flug nach Nairobi, dort 5 Stunden Aufenthalt, von dort aus nach Amsterdam und dann war ich so gut wie Zuhause.
Also saß ich in einem kleinen 50-Personen-Flieger nach Köln als nach einer Viertelstunde das Flugzeug zu wackeln begann als kämen wir in Unruhen – aber ich sah keine Wolken und die Sonne schien noch. Plötzlich flogen wir ganz kleine, enge, steile Kurven und der Pilot teilte uns mit, dass die Steuerung bzw. ein Teil dieser, ausgesetzt habe. In der Höhe in der wir uns befänden und bei der Geschwindigkeit, sei das Flugzeug nicht mehr zu kontrollieren sodass wir langsamer, tiefer, und in kleinen Kurven fliegen müssten um das Flugzeug auf der Höhe zu halten. Die Stimmung und die Ruhe in dem Flugzeug waren fast unerträglich: Wir bekamen den Eindruck, das Flugzeug sei außer Kontrolle und waren der Überzeugung, dass wir jetzt abstürzen würden. Auch das nett gemeinte „Machen sie sich keine Sorgen“ vom Kapitän war nicht wirklich beruhigend. Voller Panik fing ich an zu beten. Plötzlich sah ich von hinten, wie Jesus mit mir an der Hand, auf ein helles Licht zugeht, und wurde ganz ruhig! So eine Ruhe habe ich noch nie erlebt! Ich habe auch keine Geräusche mehr wahrgenommen...Ich hatte ein wohliges Glücksgefühl und wusste ich kann jetzt gehen, und weiterhin würde es mir gut gehen! Dann habe ich noch gebetet, dass Gott meinen Eltern, meinen Schwestern und meiner ganzen Familie Trost spendet und irgendwie meinen Frieden vermitteln kann. Ich war total überzeugt, dass ich jetzt gehen würde....Habe wohl noch um einen schnellen, direkten Tod gebeten und hätte dann wirklich damit Ruhe gehabt aus diesem Leben zu gehen! Plötzlich fiel mir ein, dass Jonathan am Samstag morgen einen Eindruck für mich hatte, der mit meiner Zukunft zu tun hatte, und nicht mit dem sofortigen Tod übereinstimmte. Also wusste ich plötzlich schlagartig, dass Gott mir dieses Gefühl der Sicherheit um die Ewigkeit zeigen wollte und mich nach dieser Erkenntnis ganz sicher zurückbringen würde. Also strahlte ich und sagte zu meiner völlig verschreckten Nachbarin: „ Wir werden gut landen!“. Sie sah mich völlig entgeistert an weil ich plötzlich so fröhlich war und fragte: „Wie kommen sie darauf?“ Ich nahm meinen Mut zusammen, und sagte: “Ich habe gebetet !“- Daraufhin sah sie mich an als wäre ich total bescheuert ! - Aber auch sie wurde viel ruhiger!!!
Das Flugzeug kehrte um, und wir mussten, nach einigen beruhigenden Worten des Piloten, wieder in Amsterdam landen. Scheinbar versagten dort auch die Bremsen etwas, denn wir mussten unwahrscheinlich lange ausrollen lassen!? Außerdem standen die Feuerwehr und Rettungswagen auch schon für uns bereit... . Wir wechselten also nur das Flugzeug und flogen 20 Minuten später mit derselben Crew und einem Ersatzflugzeug auf direktem Wege nach Köln.
Wohlbehalten Zuhause angekommen habe ich begriffen:
Mein Leben gehört Jesus! Spätestens nach diesem Flug!
-und jetzt habe ich auch ein neues Geburtsdatum!-
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