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 | Erweckung und Hungersnot in Malawi |
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Rolland und Heidi Baker Iris Ministries, Inc. Maputo, Mozambique 25. März 2002
BANGULA, MALAWI – Der Vollmond scheint hell, er wirft scharfe Schatten von den großen Bäumen über uns. Die warme Nachtluft ist erfüllt mit Schreien hunderter Stimmen. Im Dreck des Straßenrandes rufen, die auf ihrem Gesicht liegenden, Dorfpastoren, ohne Licht oder Soundausrüstung, zu Jesus: „Sei mit uns! Bleib bei uns! Verlass uns niemals! Wir müssen dich haben! Wir wollen dich! Wir lieben dich!“ Sie zittern. Sie weinen. Ihre Frauen sind auch dort, Tränen strömen über ihre Gesichter. Sogar ihre kleinen Kinder, barfüßig und in Lumpen, knien betend mit den Gesichtern in ihren Händen. Surpresa und ich bewegen uns in dem Dunkel, beten für jeden wo es uns möglich ist. „Liebe sie Jesus! Liebe sie intensiv heute Nacht! Sei mit ihnen! Offenbare dich ihnen selbst!“ Einige fallen zu Boden und verharren da, sich an Seiner Berührung und Gesellschaft weidend. Sie sind nicht allein. Jesus ist mit ihnen. Und nichts wird sie von seiner Liebe trennen. Ich flog gerade von Mozambique in meiner Cessna. Viele von ihnen wanderten tagelang um mich hier in der Nähe einer kleinen Stadt in Malawi, im Zentrum von unseren vielen, mittellosen Landgemeinden, zu treffen. Sie sind in Krisen. Das Evangelium wurde getestet. Die in fünfzig Jahren schlimmste Hungersnot in Malawi, hat in diesem Gebiet über Monate hinweg gewütet. Fluten und dann Trockenheit haben eine Ernte nach der anderen zerstört. Malawi ist mittlerweile eins der zehn ärmsten Länder der Welt, und hat oft mit ernsten Problemen zu tun gehabt, aber jetzt hat die Regierung mitgeteilt, dass siebzig Prozent der Menschen dem Risiko eines Hungertods ausgesetzt sind. Hilfsagenturen erkennen die Situation zu langsam und ihr Vorrat für Afrika hat sich seit dem 09.11. durch die Ablenkung und dem Interesse an Afghanistan verringert. Die organisierte Essensausteilung im ländlichen Malawi ist bestürzend. Dort ist keine Hafenstadt. Die Straßen sind umständlich. Die Zugverbindungen liegen entweder brach oder sind verstopft. Einige sind vorbereitet Luftfrachtladungen zu bezahlen. Lkws und Container sind seit Monaten bestellt. Die begrenzte Menge an importierten Mais wird zu hohen Preisen verkauft, was die armen Menschen nicht aufbringen können.
Wir begannen unser Werk im Staub und Dreck einer kleinen Stadt in Malawi, weit weg von den großen Städten. Bei einer früheren Konferenz fiel der Heilige Geist wie zu Pfingsten und in einigen Jahren wurden Hunderte von Gemeinden im ganzen Land dazugewonnen. Wir haben aus unsere Herzen zu den Pastoren gepredigt, erzählten von Gottes Güte und Treue in Seinem Sohn Jesus. Wir führten einige zur Bibelschule nach Mozambique. Wir haben sie gelehrt sich nicht um Speise und Kleidung zu sorgen, aber Sein Königreich und Seine Gerechtigkeit zu suchen. Sie wissen, dass Seine Gegenwart unendlich mehr Wert ist, als das Gute einer Lastwagenladung. Jetzt kommt der Test. Seit Monaten hungern unsere eigenen Pastoren und ihre Leute. Jeden Morgen verlassen sie ihre Lehm- und Strohhütten, suchen was irgendwie essbar ist, entlang der Strassen. Familien kommen am Abend mit einer handvoll Beeren, Cassavablättern und Wasserlilienknollen vom Fluss zurück. Einige wurden im Flutwasser von Krokodilen getötet. Sie zerquetschen die Lilienknollen zu einer schwarzen Paste, die kein Geschmack hat oder nährreich ist, aber es füllt ihre Mägen. Gehen die Knollen aus, beginnen sie verzweifelt Würmer und Grass zu essen. Und sie beginnen mit ihren einzigen Besitzgütern, wie Töpfe und Matten, um ausrangierte Maishülsen zu handeln. Mütter können nicht stillen und ihre Säuglinge sterben. Wegen dem Mangel an Ernährung schwellen die Körper an und die Kranken erholen sich nicht. In all dem ganzen verlangt Malaria und Cholera ihren Tribut.
Jetzt bin ich als einer ihrer geistlichen Leiter mit ihnen. Nicht ein Buch in meiner theologischen Bibliothek kann mir sagen was zu tun ist. Hier sind keine Hilfsorganisationen in der Nähe. Die wunderschönen Kirchengebäude der Stadt sind weit weg. Die westlichen Konferenzen sind sehr weit weg. Die vor mir sitzenden Pastoren haben bereits Familienmitglieder und Freunde durch Hunger und Krankheit verloren. Keine unverzügliche Erleichterung ist in Sicht. Und trotzdem predige ich „Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht: Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir gerechnet worden. Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf wird uns scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“ (Röm. 8,35-39). Und „Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken“ (Röm. 8,32)? Diese Pastoren jammern nicht. Sie betteln nicht. Sie sind auf ihren Knien und Gesichtern in Anbetung versunken. Sie lieben ihren Gott und Erlöser. Und Jesus wird reagieren, nicht durch Sich Selbst, aber durch Seinen Leib, und er wird wunderbares tun während wir „verwandelt werden in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist geschieht“ (2.Kor. 3,18). Wir sind nicht Zuschauer Seiner Kraft, aber Denkmäler Seiner Gnade. Wir sind Seine Antwort. Unser Tod wird Sein Leben. Möge er mit uns exakt das tun, was er möchte, während wir „nützlich für den Hausherrn, zu jedem guten Werk bereit“ werden (2.Tim. 2, 21).
Wir sind in Afrika und wählen, uns in den elendsten Zuständen anzusiedeln, um die Herrlichkeit Gottes zu sehen und wir werden nicht zurückweichen. Unsere Missionsmitarbeiter sind wenige – winzig für so eine Ernte. Wir sind alle von dem frühen Morgen bis zum späten Abend überbeansprucht und erschöpft. Wir haben kein Team von leistungsfähigen Verwaltern an Computern die Emails beantworten und den ganzen Tag Absprachen führen. In der Tat wurde in unserem Hauptbüro der Computer für Emails gerade gestohlen und mein Laptop brach bei einer Reise im letzten Monat zusammen. Hunderte stehen jeden Tag vor unserer Eingangstreppe wegen Essen, Medizin und Geld, für jede verzweifelte Notwendigkeit, sogar für Särge. Jedes mal ist ein Schrei nach mehr Lkws, Betten, Zudecken, Ziegeln, und Bibeln –- und Krankenschwestern, Bibelschullehrer, Ingenieure, Mechaniker und Büroverwalter. Wir haben nicht die Zeit oder Mitarbeiter alle Berichte, Broschüren, Videos und öffentliche Materialien zu erstellen, um die gebeten werden. Wir haben Container von Unterstützungsmaterial und Medizin zu importieren, aber die Regierung sorgt für einige Störungen. Korruption und Diebstahl zehren an Zeit und Geld.
Aber wir gehen weiter, tragen in Jesus den Schatz der Kraft Gottes und der Gnade. „Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit das Übermaß der Kraft von Gott sei und nicht aus uns. In allem sind wir bedrängt, aber nicht erdrückt; keinen Ausweg sehend, aber nicht ohne Ausweg; verfolgt, aber nicht verlassen; niedergeworfen, aber nicht vernichtet; allezeit das Sterben Jesu am Leib umhertragend, damit auch das Leben Jesu an unserem Leibe offenbar werde“ (2.Kor. 4, 7-10). Die Ernte ist groß, die Nöte sind ungeheuer und wir müssen die Aufträge unseres Vaters ausführen. Solange es Tag ist müssen wir Sein Werk tun, denn die Nacht kommt und niemand kann dann arbeiten (Joh. 9,4). Wir werden auf ihn warten und wie Adler auffahren. Wir werden uns selbst in Sein Herz vergraben und mit Seinen Gedanken und Gefühlen vertraut sein. Wir werden das was der Teufel getan hat ungeschehen machen. Und wir werden unser Leben als wertlos betrachten, damit wir unseren Lauf vollenden und die Aufgabe die der Herr Jesus uns gegeben hat – die Aufgabe das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen (Apg. 20,24).
OSTERN IN ZIMPETO 31. März 2002
zurück in unserem Kinderzentrum, in dem Zimpetobezirk von Maputo, feiern wir die Auferstehung unseres Erlösers. Im Gegensatz zum Norden Mozambiques, sind unsere Kinder gut genährt, gesäubert und in neuen Sachen. Mühelos lachen, singen und tanzen sie. Sie sind sicher und ruhen in der Liebe Jesu. Dieses Ostern haben sie begeisternderweise unsere Zusammenkunftshalle dekoriert und sind für besondere musikalische Präsentationen bereit. Wir bringen noch mehr Kinder von den Straßen und den Müllhalden und wieder möchte jeder Neuankömmling zum Altar, möchte zu Jesus. Heidi predigt: „Er ist auferstanden! Er ist auferstanden! Bring das Feuer, Herr! Wir möchten mehr!“ Und wieder nimmt der Heilige Geist Einzug in Kindern, Jugendlichen, Pastoren, Dörfern und Besuchern aus der ganzen Welt. Die Erweckung, die den extrem armen Norden kennzeichnet belebt den Süden wieder. Heidi besuchte das Gefängnis in Maputo, ein sehr schlimmer Ort und an einem Morgen führte sie alle Gefangenen zu Jesus. Wir haben ein „Erweckungsteam“, das überall um Maputo in Städte und Dörfer geht, es kommt mit phantastischen Zeugnissen zurück. Kürzlich berichteten sie wie Jesus einen Mann, der seit vier Jahren gelähmt war, geheilt hat. Seine Beine waren verdreht, verkleinert und nutzlos, aber im Glauben zog unser Evangelist sie heraus. Sie richteten sich und der Mann stand auf und ging! Viele überraschte Dorfbewohner wurden gerettet. Und natürlich bringt Heidi weiter Kinder herein. Diese Woche hob sie zwei kleine Mädchen auf, die auf dem Friedhof schliefen, nachdem ihre Mutter starb. Alle einhundertfünzig Gemeindekinder (aus dem Wohnbezirk), die gerade anfingen die Schule in Zimpeto zu besuchen, sind zu Jesus gekommen. Der Heilige Geist rüttelt unsere Leiter im Süden, füllt sie zunehmend mit Glauben, Vision und Entschlossenheit.
Jetzt drängen wir unsere Kinder, Bibelschüler und Mitarbeiter in unserem eigenen Bezirk von Zimpeto, über sich hinaus zu denken, nicht nur wo Jesus durch die Gebete und wunderbare Großzügigkeit vieler, für sie sorgt. Selbst die Armen können ihren Glauben und ihre Herzenshaltung für die Opfer der Hungersnot und die Ungeretteten erproben und somit ein Teil der Antwort Gottes für diese Region Afrikas sein.
VIELEN DANK!
Wir sind stets erstaunt, wie Jesus sich um so viele hier sorgt, auch durch eure Teilnahme am Evangelium. Euer unglaubliches Geben, sogar ohne Kommunikation und dringendem Bitten von uns, ist ein weitergehendes, überwältigendes Zeugnis von der Kraft des Heiligen Geistes und von eurer Sensibilität zu Seiner Liebe. Wir haben eure zuverlässigen Päckchen in dem Briefkasten in Nelspruit, Südafrika, erhalten. Unsere Mitarbeiter versuchen euch eine Dankeskarte zu schicken, aber oft hängen wir hinterher. Letztes Jahr unterließen wir es häufig Quittungen für Schecks unter $250 zu Amerikanern zu senden... Das sparte uns viel Zeit und Geld, als wir unter viel Druck waren. Jetzt haben wir Helfer die dieses Jahr effektiv arbeiten.
Möge Jesus kontinuierlich unsere Herzen erobern, bis wir alle zusammen funktionieren, wie wir es in Ihm sollten, einander in Liebe tragend und für den Mangel anderer aufkommend. Wir lieben unsere Familie in Jesus. Es ist faszinierend dem König mit dir zu dienen.
In Seiner großen Liebe, Rolland
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