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Missionsbericht nach Mosambik von Simone Zimmerman

Am 3.4.03 begann unsere Reise nach Mosambik, eines der ärmsten Länder weltweit.
Wir trafen uns mit einigen aus dem Team und Rainer Frohms, unserem Teamleiter gegen 18:30 am Hannoveraner Flughafen. Schon gleich hatten wir einige Probleme. Rainer hatte einen Generator, Boxen, Mikros und Ständer für Pemba geschenkt bekommen, wo es z. T. keinen Strom gibt. Das Gewicht des Ganzen war 120 kg über dem zugelassenen Gewicht, was für eine Person zugelassen ist. Pro kg sollten wir dann 50 Euro zahlen. In dem Tank des Generators befand sich noch etwas Restbenzin, obwohl Rainer ihn extra hat reinigen lassen. Das Flughafenpersonal sagte dann, dass wir den Generator deshalb wahrscheinlich überhaupt nicht mitnehmen dürfen. Aber der Pilot sollte das entscheiden. Rainer versuchte zuerst mit Taschentüchern das Restbenzin aus dem Tank zu holen. Dann hatten wir die Idee, den Tank abzubauen und auszuspülen. Mit Spülmittel und heißem Wasser bekam Rainer ihn ganz sauber. Der Pilot erlaubte es, den Generator mit zu nehmen. Rainers beiden Kids durften aufgrund ihres geringeren Körpergewichts 80 kg mehr Gewicht mitnehmen, so dass wir nur noch für 40 kg Übergewicht zahlen mussten, was sie uns dann auch noch freundlicherweise erließen.
Dann gab es da noch ein 2. Problem: Fränze, aus unserem Team hatte ein Flugticket auf den falschen Nachnahmen. Es sah erst so aus, dass sie nicht mitfliegen könnte. Sie kaufte dann ein zweites per Hand ausgeschriebenes Ticket, in der Hoffnung, das Geld für das 1. Ticket wieder zu bekommen, da sie eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen hatte.
Zum Glück flog unser Flugzeug mit ca. einer Stunde Verspätung ab, genau die Zeit, die wir noch benötigten.
Unser Flug ging ...Stunden über Madrid, wo wir ca. 1 Stunde Wartezeit hatten. Elinor und Britta kamen dort zu unserem Team dazu.

4.4.
Am nächsten Morgen kamen wir in Johannesburg an. Am Flughafen haben wir unsere Dollar in Rant umgetauscht. Silke stoßte mit ihrem Sohn zu uns. Wir trafen Peter Wiland mit seiner Tochter, bei denen wir dann unseren Nachmittag in Pretoria verbrachten. In einem tollen Haus mit Swimmingpool ruhten wir uns von unserer Reise aus, lernten uns gegenseitig mehr kennen und gingen baden. Nach unserem leckeren Abendessen in einem Restaurant übernachteten wir bei Peter, seinen Freunden und Nachbarn.




 

5.4.
Sehr früh wurden wir zu unserem Reisebus gebracht, der gegen 7h abfuhr. In Johannesburg stiegen wir um und trafen auf Karola, einem deutschen Mädchen, die z. Zt. 1 Jahr in Kapstadt unter Aidskindern arbeitet. In Nelspruit hatte unser Bus eine Panne, die 2 Stunden Reparaturzeit benötigte. Abends kamen wir um 19:30 in Maputo an, wo wir durch 2 Landrover nach Zimpeto, dem Center von Iris Ministries, gebracht wurden. Dort wurden wir von einer großen Kinderschar empfangen. Die Kinder fassten uns an und wollten unseren Namen wissen. Wir wurden in einem Gästebereich untergebracht, wo die Kinder nicht rein dürfen. Dort ist ein Aufenthaltsraum mit 2 Küchen, mehrere Schlafräume mit 2-3 Doppelstockbetten und einem Badezimmer mit 3 Toiletten, 3 Duschen und einem Waschbecken. Das Wasser aus der Dusche ist zwar kalt und kommt auch nur rinnsalmäßig aus der Duschdrüse, aber es ist wenigstens fließendes Wasser vorhanden, das wir sehr genutzt haben, da man aufgrund der heißen Temperaturen sehr geschwitzt und geklebt hat. Es gibt sogar 2 Waschmaschinen. In den Küchen sind Kochherde und Kühlschränke vorhanden. In der Mitte des Gästebereichs ist eine Sand- und Wiesenfläche, wo wir oft gesessen haben. Es sind das ganze Jahr immer viele Gäste aus verschiedenen Ländern da, die z. T. einzeln oder in Teams zum Helfen kommen.

6.4.
Zum Frühstück holten wir uns jeden morgen für jeden ein großes weißes Baguette aus der Großküche, das wir dann mit unserem mitgebrachten oder gekauften Belag bestrichen.
Heute am Sonntag gingen wir in den großen Gottesdienstraum, wo alle Kinder und Erwachsenen zusammen Gottesdienst feierten, die z. T. auch aus der Stadt , vom Müllberg oder aus dem Flüchtlingslager auf Lastern abgeholt wurden. Da schon 500 Kids in dem Camp wohnen, kamen ca. 700-800 Gottesdienstbesucher zusammen. Die portugiesischen Lieder kannten wir zum größten Teil auf englisch mitsingen. Eine Musikband und ein zusätzlicher Chor aus Jugendlichen machten den für deutsche Verhältnisse lauten Lobpreis. Die Kids kamen zu uns auf den Schoß und umarmten uns. Steve, ein Australier, predigte dann darüber, dass man erfolgreich ist, wenn man gehorsam ist. Nach dem Gottesdienst wurden wir auf dem Camp umhergeführt. Eine Missionarin wohnt direkt mit 15-20 5-9jährigen Jungen zusammen. Der Wunsch von Iris Ministries ist, dass alle Kinder in solchen „Kleinfamilien“ untergebracht werden können. Auch Heidi und Roland haben ca. 10 Mädchen bei sich wohnen und ein paar Jungen in Pemba, wo sie sich eine Woche im Monat aufhalten. Auf dem Gelände sind 3-4 Klassenräume, wo die Schüler in 6 Fächern unterrichtet werden. In einem Haus sind ca.16 Babys untergebracht, die wir jederzeit ausleihen und umhertragen können. Die Mädchen aus dem Mädchenhaus sind nicht so aufdringlich wie die Jungen im Camp. Sie würden sich aber sehr über einen Besuch von uns freuen. Sie lieben es, wenn sie die Finger- und Fußnägel lackiert bekommen oder uns die Haare flechten dürfen. Außerdem gibt es eine Bibelschule, wo Pastoren aus Afrika 3 Monate unterrichtet werden, dann zurück in ihre Gemeinden gehen und dann noch ein 2.und 3. Mal wiederkommen. Während unseres Aufenthalts auf dem Gelände hatte Rainer die Gelegenheit über das Vaterherz Gottes zu lehren und David sprach über Heilung und erlebte auch gleich Heilungen unter den Schülern. Unser Rundgang endete bei dem Kirchengebäude, wo jeden Mittag das Essen ausgegeben wird. Nachdem unsere Hände gewaschen wurden, holten wir uns Teller mit Reis und Soße aus der Küche. Die Kinder saßen in der Kirche und warteten bis ihnen ein Teller Reis gegeben wurde und aßen dann mit den Fingern. Es gab fast immer Reis, entweder mit Soße oder sogar mit Kohl. Wenn Iris Ministries mal kein Geld hat, kann es sein, dass es gar nichts zu essen gibt. Das ist aber nur sehr selten.
Nachmittags fuhren wir zu 16. in einen Landrover gequetscht zum Strand. Das Wasser war trüb/schmutzig aber sehr warm.

7.4.
Die Krankenschwestern aus unserem Team trafen heute Pauline, eine Krankenschwester aus Neuseeland. Sie zeigte uns dann das „Krankenhaus“, was mehr eine ambulante Krankenstation ist. Kinder mit Wunden kommen dorthin um verbunden zu werden und Medikamente besonders auch für die vielen Malariafälle werden dort ausgegeben. Das Krankenhaus ist jetzt auch staatlich anerkannt, was sehr lange gedauert hat. Einige Vorrichtungen müssen vorhanden sein, z. B. ein Sterilisator. Dadurch kommt jetzt auch regelmäßig ein Arzt aus Maputo zum Krankenhaus im Camp.
Jeden Montag treffen sich die Mitarbeiter zu einem Meeting mit Lobpreis, Predigt und Gebet. Heute predigte Rainer und unser Team betete anschließend für die Mitarbeiter.
Nachmittags war ein Infotreff für alle Kurzzeitmitarbeiter, wo die Aktionen der nächsten Woche mitgeteilt wurden.




 

8.4.
Morgens wurden wir mit einem Kleinlastwagen, auf der Ladefläche sitzend, zu einem Einkaufszentrum gefahren. Die Stadt ist voller Leute- recht stressig, einfach anders. Baumaterialien, Sofas, Obst, etc. werden auf der Straße verkauft. Gegen 11h gab es ein Kindergottesdienst. Als wir dann Freizeit hatten, besuchten einige die Mädchen im Mädchenhaus, andere beschäftigten sich mit den Jungen oder den Babys. Wir übten einen Tanz ein, der bei einem Gottesdienst vorgetanzt wurde. Nachmittags fuhren wir auf einen Straßeneinsatz, d.h., wir fuhren zu verschieden Orten und feierten mit den Anwesenden Gottesdienst: sangen, beteten und predigten. Zuerst waren wir im Gefängnis, wo die Gefangenen auf den Gefängnishof geführt wurden. Unser zweiter Gottesdienst war auf der Straße unter Straßenkids, Prostituierten und Pennern. Nach dem Gottesdienst verteilten wir Brote an die Leute mit einer Art Fleischeinlage. Einige dieser Leute waren schon gläubig, andere noch nicht. Z. T. Werden auch Kids mitgenommen zu Iris Ministries.

9.4.
Heute waren wir in einem Krankenhaus, wo wir in der Pädiatrie für die Kinder beteten und z. T. auch die Eltern evangelisierten. In einem Raum sind ca. 100 Kinder untergebracht. 2 mal 12 Betten sind durch eine Trennwand von den nächsten 2 mal 12 Betten getrennt. Die Kinder werden dort nur medizinisch versorgt und von ihren Angehörigen durch Nahrung. Sie hatten Fieber, Husten, Ohnmachtsanfälle, Herzfehler,...Einige waren sogar todsterbend krank. In 3 Teams aufgeteilt beteten wir für jedes Kind. Anschließend beteten wir im Kreis zusammen und gingen dann zum öffentlichen Bus, der uns zurück nach Zimpeto brachte.
Abends war eine Lobpreiszeit mit den Langzeitmitarbeitern. Es war sehr angenehm und erfrischend in Gottes Gegenwart zu sein. In einem Infovideo sagte Heidi, dass es nicht möglich ist, allen gleichzeitig Gottes Liebe zu zeigen, man müsse mit einer einzelnen Person beginnen.




 

10.4.
Nachmittags fuhren wir zum Flüchtlingslager, das sich im Busch befindet. In einer Strohhütte feierten wir mit den Flüchtlingen einen Gottesdienst. Die Leute waren sehr freundlich und dankbar, dass wir sie besuchten. Heute hat es hier sogar geregnet, was für Afrika sehr ungewöhnlich ist. Dadurch war hier mehrmals Stromausfall.

11.4.
Unser bewegendste Einsatz ging zum Müllberg. Auf jedem Einsatz ist für uns Frauen Rockpflicht. Da es aber auf dem Müllberg so dreckig ist, empfahl Rainer uns unter den Rock zusätzlich eine Hose anzuziehen und Turnschuhe. Dadurch schwitzten wir extrem. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe besuchte die Leute in den Häusern hinter dem Müllberg, um sie zu einem Gottesdienst in eine Strohhütte einzuladen, die Heidi für diesen Zweck bauen ließ. Die zweite Gruppe ging über den Müllberg, wo die Leute im Müll wühlten, um nach Glasflaschen zu suchen, die dann wiederverarbeiteten wurden. Dort wo am meisten Gase aufstiegen und es am meisten Stank arbeiteten sie hauptsächlich. Es wurde immer wieder neuer Müll dort abgeliefert. Die Kinder vom Müllberg waren sehr zutraulich und kamen sofort an unsere Hand. Einige liefen ohne Schuhe über den Müll, wo nicht wenig Glasscherben rumlagen. Ein Kind hatte eine offene, eitrige Wunde am Ohr. Als wir wieder zurückkamen, hatte der Gottesdienst schon mit Lobpreis begonnen. Mehrere von uns gaben dann Zeugnis und predigten. Es waren hauptsächlich Frauen und Kinder zusammengekommen, ca.200. Z. T. trugen auch schon 12jährige Mädchen ihre eigenen Kinder umher. In Mosambik gibt es kaum ein Mädchen, das noch nicht missbraucht wurde. Zuletzt verteilten wir wieder Brot an sie. Die Kinder kamen auf uns zugestürmt und rannten uns halb um. Einige größere Kinder nahmen sich schnell ein kleineres Kind an die Hand, um diesem dann sein Brot abzunehmen.
Abends fuhren die Langzeitmitarbeiter zusammen mit Rainer und einigen anderen aus unserem Team für ein Wochenende auf ein Seminar, wo den Missionaren gedient werden sollte. Sie sind zum Teil schon sehr ausgebrannt. Dadurch hatte Karola die Aufgabe im Babyhaus Medikamente an 2 Aidskinder und 2 Kindern mit Lungenerkrankungen zu geben.




 

12.4.
Heute hatten wir einen freien Tag mit viel Erholung. Nachmittags wurden wir wieder an den Strand gefahren. Die Ladefläche des Lasters war voller Kinder, die aber an einer anderen Stelle am Strand rausgelassen wurden. Abends kamen die anderen aus unserem Team vom Seminar zurück.

13.4.
Im Sonntagsgottesdienst wurden diesmal auch einige ruhigere Lieder gespielt und Roland Baker predigte dann über unsere Liebe zu Jesus. Nachmittags bekamen wir einen Landrover und Elinor nahm ein schwarzes Mädchen mit an den Strand.
Der geplante Flug nach Pemba war etwas teurer geworden und es war nicht so sicher, ob überhaupt noch Sitzplätze frei waren. Wir waren einstimmig der Meinung, dass einige aus unserem Team hochfliegen sollten, um die Missionare dort zu ermutigen.

14.4.
Wenn Leute sich ihre Tickets vom Flughafen nicht abholen, dann können wir gegen 11h noch die Möglichkeit haben, welche zu bekommen, hieß es. Am Schalter wurden wir wieder weggeschickt und sollten gegen 14h noch mal anrufen. Unsere Fahrt zum Flughafen war aber nicht umsonst gewesen, weil wir gleichzeitig Walter Heidenreich und Werner, ein Brasilianer, abholten, die mit Heidi in Zimpeto eine Evangelisation machen wollten. Zurück in Zimpeto hatte der Gottesdienst für die Mitarbeiter schon begonnen. Roland B. predigte. Gegen 14h konnte Rainer nicht raustelefonieren, da die Leitungen tot waren. Als er dann den Flughafen erreichte, wurde ihm mitgeteilt, dass noch 2 Plätze frei waren. Rainer und ich wollten losfahren, um die Tickets zu holen, fanden aber kein Auto. Meinem Team wurde auf dem wöchentlichen Infotreffen für Kurzzeitmitarbeiter mitgeteilt, dass alle Einsätze zwecks Evangelisation ausfallen. Achim entschloss sich dann noch spontan mit zum Flughafen zu kommen, um eventuell auch noch ein Ticket nach Pemba zu bekommen. Rainer und ich bekamen sogar doch noch einen günstigeren Flug und für Achim war auch noch ein Platz frei. Mein Team unterstützte die ganze Sache auch finanziell und abends beteten sie noch für uns und wir für sie.




 

15.4.
Morgens früh ging es also für einen Teil des Teams los zum Flughafen. Nach unserem Abflug gegen 8h flogen wir 3 Stunden nördlich der Küste entlang. Wir hatten eine geniale Sicht. In Pemba waren ca.39C, also noch mal wärmer als in Maputo. Micha, ein deutscher Zivi, holte uns mit einem Landrover ab und brachte uns zum Center. Das Center befindet sich 5 min. vom Strand entfernt. Das Center ist noch in der Entstehungsphase und deshalb eine halbe Baustelle. Die ersten 50 Pastoren haben jetzt 3 Monate Unterricht rum. Sie schlafen in einfachen Zimmern, wo nur Betten drin stehen, die sie sich nachts zum Schlafen meistens raus auf den Hof stellen. Dann gibt es auf dem Center noch einen separaten Bereich für Mitarbeiter, wo Micha ein Zimmer hat und sich eine Küche und Bad mit einem Afrikaner teilt, der als Übersetzer arbeitet. Wir wurden in einem Gästezimmer untergebracht. Eine neue Amerikanerin betreut einige Jungen und wohnt mit ihnen zusammen, die Heidi als Pflegekinder aufgenommen hat. Die Küche wird zur Zeit umgebaut, da sie sich zu nah an den Plumpsklos befand und schon mehrmals die Choleraerkrankung aufgetreten ist. Es gibt hier kein fließendes Wasser und keinen Strom. Aus einem Brunnen wird dreckiges Wasser geholt und sauberes wird von der Feuerwehr angeliefert. Es kann allerdings sein, dass auch die kein Sauberes haben. Nach dem Mittagessen gingen wir zum Strand. Wir waren alle von der Schönheit überwältigt, so etwas hatten wir noch nicht gesehen: weißer Sand, blaues- klares Wasser, Palmen. Nachmittags fuhren wir zu unserem Einsatzort: einem Dorf, wo ein Fernseher aufgebaut wurde und für ca. 300 Männer, Frauen und Kinder der Jesusfilm gezeigt wurde. Anschließend predigte Rainer evangelistisch und zuletzt gingen wir durch die Menge und beteten für die Kranken. Auf unserem Heimweg kam es plötzlich zu einem Wolkenbruch. Sehr schnell wurde es dunkel und dann saßen wir noch bei Gaslicht bei Micha in der Küche.

16.4.
Gegen 5h begann das Leben auf dem Center: Hähne krähten, Kinder redeten und lachten, es wurde gehämmert und die Pastoren begannen mit ihrem lauten Frühgebet. Rainer predigte dann in der Bibelschule und wir beteten anschließend für jeden Schüler. Dann nahm Micha uns mit zum Einkaufen für die Küche, was seine Aufgabe zusammen mit einem Pastor ist. Riesige Säcke Kartoffeln, Reis und Fisch wurden auf dem Markt eingekauft. Wir fuhren durch enge Marktstraßen, wo viele Menschen umher liefen, viele Stände sich befanden. Der große Kontrast von absoluter Schönheit der Natur und absoluter Armut beschäftigte uns sehr. Nachmittags predigte Rainer und wir beteten wieder für jeden. In unserer freien Zeit machten wir dann einen langen Strandspaziergang, wo wir uns auch Heidis Haus von außen ansahen, in das sie sich jeden Monat für eine Woche zurückzieht, um Gott zu suchen. Im Dunklen gingen wir noch baden. Das Wasser war immer noch schön warm. Abends trafen wir uns mit den jungen Missionaren zu einer Art Hauskreis. Das Team besteht aus 5 Leuten: der Amerikanerin, einem weiteren Amy, der bald heiratet und aus den Staaten mit seiner Frau nach Pemba zurückkehrt, einem amerikanischen Ehepaar, die einen kleinen Jungen haben und noch ein Baby erwarten und Micha. Nach einer Lobpreiszeit, die durch eine Soaking- CD unterstützt wurde, ermutigte Rainer die Missionare und auch Achim und ich teilten etwas von uns mit. Es war eine sehr schöne, offene Atmosphäre dort. Rainer betete für uns und Gott berührte jeden einzelnen mit seiner Gegenwart.




 

17.4.
An diesem Morgen war totale Ebbe. Das Wasser war so weit zurück, dass wir nicht schwimmen gehen konnten. Am Strand war volles Leben, Frauen mit Krügen auf den Köpfen, Fischer und Kinder, die am Ufer nach Fischen suchten. Nachdem Rainer wieder in der Bibelschule lehrte, trafen wir Linda, eine Langzeitmitarbeiterin, die auch in der Bibelschule unterrichtet. Linda fuhr uns mit ihrem Landrover an der Küste entlang zu einem sehr abseits gelegenen Gelände, dass Iris Ministries gekauft hat. Es gibt für diesen wunderschönen Ort, direkt am Meer noch keine Baupläne. Nachmittags lehrte Rainer noch mal in der Bibelschule und predigte anschließend in einem Gottesdienst. Abends lud Linda uns in einem Restaurant zum Essen ein. Linda habe sich sehr darüber gefreut, dass wir nach Pemba gekommen sind. Es waren noch nicht viele Besucher dort. Zurück im Center betete sie noch für uns alle.

18.4.
Heute an unserem Abreisetag, stand Rainer um 5h auf, um den letzten Sonnenaufgang in Pemba nicht zu verpassen. Vom Wasser aus beobachteten Rainer und ich den Sonnenaufgang, den Achim fotografierte und filmte. Nach Rainers Unterrichtsstunde gingen wir mit Micha zu Dave und Tovah, die uns Schnorchel und Schwimmflossen ausliehen. Die Atmosphäre in ihrem Haus gefiel mir. Sie waren recht herzlich, gastfrei und „hatten ein offenes Haus“. So glitten wir über die Wasseroberfläche und bewunderten die geniale Unterwasserwelt: bunte Fische, Seesterne und leider viele Seeigel, in die man nicht reintreten durfte, da sie sich sonst mit ihren Widerhaken im Fleisch festhaken würden. Zum Mittagessen waren wir noch mal mit Micha und Linda in dem leckeren Restaurant und flogen dann gegen 14:20 ab nach Maputo. In Zimpeto hatte der Gottesdienst, der Evangelisation mit Walter Heidenreich, schon begonnen. Heidi predigte sehr laut auf portugiesisch, was in Shangan übersetzt wurde. Ich freute mich auf eine Dusche.




 

19.4.
Sehr früh morgens fuhren wir mit einem Laster zur Busstation, wo wir ca. 1 Stunde auf unsere Abreise warteten. Nach einer 3 stündigen Busfahrt kamen wir in Nelspruit bei unserem Hotel an, in dem wir 2 Nächte übernachteten. Kerstin, die mit Karola in Kapstadt unter den Aidskindern arbeitet, verbrachte gemeinsam mit uns die Zeit in Südafrika. Zu der Hotelanlage gehört ein Swimmingpool, an dem wir uns ausruhten und badeten. Die erste Truppe fuhr schon durch den Krüger Nationalpark. Abends gingen wir lecker Essen und einige fuhren zu einem Gottesdienst.

20.4.
Zum Frühstück gab es ein großes kalt-warmes Buffet. Als wir Britta verabschiedet und für sie gebetet hatten, fuhren wir in den Krüger Nationalpark. Erst sahen wir kaum Tiere bis plötzlich eine Elefantenfamilie direkt vor uns die Straße überquerte. Das war für alle sehr aufregend.




 

21.4.
Nachdem wir unsere Sachen gepackt und Koffer im Auto hatten, trafen wir uns zur letzten Feedbackrunde am Pool. Jeder, der wollte, konnte kurz sagen, was ihm gut gefallen habe und auch, was er an der Reise zu kritisieren habe. Kerstin entschied sich für Jesus. In Nelspruit gingen wir in ein Einkaufszentrum und fuhren dann mit unseren Mietwagen 5 Stunden lang zum Flughafen nach Johannesburg. Gegen 20:30 ging unser Flieger.

22.4.
In Madrid und Barcelona mussten wir umsteigen und kamen dann mittags in Hannover an.


PS.von Redaktion.
Vielen Dank Simone für deinen Bericht und alles Gute auf deienem weiteren Weg.




 

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