Die Übersetzung von Soaking
lautet:Eintauchen, einweichen, aufsaugen. Es ist ein recht plakatives
Wort aber es beschreibt ganz gut, worum es geht. Wir kennen ja aus
Liedern wie "Gott ist gegenwärtig" die Möglichkeit, intensive
Erfahrungen mit Gottes Gegenwart im Heiligen Geist zu machen.
Wer ihn kennt, wer ihn nennt, sinkt im Geiste nieder, kommt, ergebt euch wieder.
Soaken ist darum auch nicht wirklich neu. Die Quäker haben schon lange
eine Andachtsform, die Soaking-Elemente enthält. Hier eine
Beschreibung, die ich der Quäker Homepage entnommen habe:
Eine
Quäkerandacht findet statt, wenn zwei oder mehr Menschen das Bedürfnis
empfinden, miteinander still zu sein und Gottes Gegenwart zu suchen.
Still sein, auf den Heiligen Geist warten,
aufgeschlossen und neugierig für Gottes Offenbarung und seine Seelsorge
zu sein sind Schlüsselelemente, die wir beim Soaken kultivieren wollen.
In Psalm 131 finden wir eine ganz gute Beschreibung der Herzenshaltung
eines Soakers.
Ps 131,2
Fürwahr, meine Seele ist still und ruhig geworden wie ein kleines Kind
bei seiner Mutter; wie ein kleines Kind, so ist meine Seele in mir.
Mt 18,3
Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.
Das Gott in der Bibel, das kindliche "
zum Vater kommen"oder "
mit dem Vater zusammensein"
so betont, hat einen guten (biblischen) Grund. Soaken ist darum nicht
eine Sache des Zeitgeistes. Intensive Erfahrungen mit dem Heiligen
Geist führen nicht zu einem wischi-waschi-Christentum. Sie sind auch
nicht ein Ausdruck einer Wohlfühlgesellschaft. Abgesehen davon ist es
nicht gesellschaftskonform 2 oder 3 Stunden (scheinbar unproduktiv) auf
dem Boden herumzuliegen und "nur" zu empfangen.
Meine persönliche
Erfahrung ist, daß anhaltende gefühlte Nähe zu Gott mich in die
Heiligung führt. D.h., daß mein Lebensstil davon nachhaltig verändert
wird.